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| (C) Henning Schacht |
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26.10.2011
Gerda Hasselfeldt zur Entscheidung des Bundesverteidigungsministers:
Die Schließung des Standortes Fürstenfeldbruck ist bitter Heute hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière die Details der Bundeswehrreform vorgestellt und über Standortschließungen informiert. Unter anderem wird der Standort Fürstenfeldbruck geschlossen. Dazu erklärt die Fürstenfeldbrucker Abgeordnete und Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt: Seit Monaten haben wir für den Erhalt unseres Fliegerhorstes mit seinen Einrichtungen gekämpft, wir haben diskutiert, verhandelt – und bis zuletzt gehofft. Heute hat mir Bundesverteidigungsminister de Maizière mitgeteilt, dass der Standort Fürstenfeldbruck geschlossen wird. Diese Tatsache ist bitter und ich bedaure dies sehr.
Grundsätzlich ist festzuhalten: Die Neuausrichtung der Bundeswehr ist wichtig, um die Strukturen von Ministerium und Truppe an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Das Bundesverteidigungsministerium hat deshalb transparente und objektive Kriterien entwickelt, um die Bundeswehr neu zu strukturieren. Als Grund für die Schließung in Fürstenfeldbruck wird zuallererst der hohe Investitionsbedarf zur Sanierung der Kaserne genannt. Nach internen Berechnungen werden diese Kosten mit rund 100 Millionen Euro angegeben. Außerdem ist für die neu strukturierte Ausbildung ein zusätzliches Übungsgelände nötig, das in Fürstenfeldbruck nicht vorhanden ist. Beide Gründe sind schwerwiegende Nachteile, die nun zur Schließung führen werden.
Ich habe großes Verständnis für die Zukunftssorgen aller Angestellten, aller Familien und aller, die von der Schließung betroffen sind. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass wir jetzt in die Zukunft blicken müssen. Wir müssen die Weichen stellen, um das freiwerdende Gelände sinnvoll zu nutzen. Ich rufe daher zuallererst die Kommunalpolitiker auf, zusammen mit den Bürgern von Fürstenfeldbruck, einen neuen Nutzungsplan zu entwickeln.
Wenn die Kommune mit ihrer Ortskenntnis, der Freistaat Bayern mit seinen Möglichkeiten zur Wirtschaftsförderung und der Bund mit der Erfahrung bei der Umwandlung von Kasernen zusammenstehen, wird die Neuausrichtung der Bundeswehr zu einer Chance für Fürstenfeldbruck. Ich werde mich dafür einsetzen, dass gerade auch der Bund seine Verantwortung wahrnimmt. Bei all diesen Überlegungen ist wichtig, dass nicht nur der ländliche Raum Unterstützung erfährt, sondern auch das städtische Umland, wie bei uns in Fürstenfeldbruck.
Bild: Henning Schacht
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