Gerda Hasselfeldt Eine starke Frau in Berlin Bundestagswahl 2005
09. September 2010
 
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25.08.2009

Eine Frage von Herrn Carsten Galle aus Puchheim,
meine Antwort


Sehr geehrte Frau Hasselfeldt,

wie Sie bestimmt wissen, gibt es eine große Diskussion über ein Verbot von sogenannten "KILLERSPIELEN" (EGO-SHOTER). Ich möchte mich hiermit nach Ihrer Einstellung zu diesem Verbot erkundigen. Ebenso würde ich gern wissen was , wenn es denn ein Verbot geben würde, noch alles von dieser Regierung verboten wird.

Ich bin 33 Jahre, habe für dieses Land -- Deutschland ( mein HEIMATLAND )
5 Jahre als Soldat gedient ( davon 2 mal jeweils ein halbes Jahr im Auslandseinsatz ), habe sogar einen Eid geschworen und ich bin leidenschaftlicher Computerspiele-Spieler. Ich bin kein Amokläufer oder Kinderschänder oder Mörder oder dergleichen ,wie wir als GAMER durch die Politik bzw. die Medien dargestellt werden. Wieso muss ich mich, in meiner Freiheit und meinen Rechten, in einem demokratischen Land, wie Deutschland, so der Art beschneiden lassen.

In wenigen Wochen ist ja bekanntlich Wahl. Momentan bin ich noch unentschlossen, aber wer weiß, was noch alles passiert.

Vielen Dank für Ihre Antwort


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Sehr geehrter Herr Galle,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht bei Abgeordnetenwatch. Sie sprechen die Diskussion um die so genannten Killerspiele an.

Nach schrecklichen Taten, wie dem Amoklauf von Winnenden, vor dem der jugendliche Täter offenbar viel Zeit mit Computerspielen wie „Far Cry 2“ zugebracht hat, wird immer wieder ein Verbot von so genannten Killerspielen diskutiert. Wichtig ist ein effektiver Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltbeherrschten oder gewaltverherrlichenden Spielen. Erst vor kurzem wurden daher die Bestimmungen des Jugendschutzrechtes verschärft, um sicher zu stellen, dass Trägermedien mit gewaltbeherrschten Inhalten nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Eine grundsätzliche Ablehnung von Computerspielen ist jedoch nicht das Ziel der Politik. 

Um mir selbst ein Bild von den möglichen Auswirkungen von sog. Killerspielen auf Kinder und Jugendliche machen zu können, habe ich vor einigen Wochen in Dachau ein Fachgespräch mit Pädagogen, Polizisten und jungen Computerspiel-Nutzern geführt. Ich bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass die Diskussion um ein Verbot zu kurz greift. Vielmehr ist es notwendig, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Sie - und vor allem die Eltern - müssen im Umgang mit diesen Medien geschult werden und gleichzeitig über die Gefahren und Risiken aufgeklärt werden. So kann der verantwortungsvolle Umgang mit Medien wie Computerspielen gestärkt werden. Dies halte ich für weitaus wichtiger und zielführender als ein Verbot von Action-Spielen, soweit diese nicht gewaltverherrlichend sind.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Hasselfeldt, MdB
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Alle hier aufgeführten Fragen gingen beim Internetportal
www.abgeordnetenwatch.de ein.

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