|
|
| |
30.09.2009
Nachtrag zur Frage von Anna Reisinger aus Fürstenfeldbruck Sehr geehrte Frau Reisinger,
ich komme heute zurück auf Ihre „abgeordnetenwatch“-Anfrage vom 17. September 2009. Mir liegt nun die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums vor. Offensichtlich gab es hierzu eine Reihe identischer Anfragen.
Die bisher zugelassenen oder sich noch im Zulassungsverfahren befindlichen Impfstoffe gegen das H1N1v-Virus bestehen hauptsächlich aus zwei aktiven Komponenten: dem eigentlichen Impfantigen (Komponenten der Virusoberfläche) und dem Wirkverstärker (Adjuvanz). Diese Wirkverstärker enthalten Polysorbat, hergestellt aus pflanzlichen Ausgangstoffen und andere in der Natur vorkommende Stoffe wie Vitamin E und Squalen. Letzteres kommt in vielen Nahrungsmitteln, z.B. in pflanzlichen Ölen, vor. Bei allen Stoffen handelt es sich um Substanzen oder Substanzklassen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in der Arzneimittelherstellung verwendet werden und biologisch abbaubar sind.
Das Paul-Ehrlich-Institut als Fach- und Zulassungsbehörde geht davon aus, dass die Nachfrage auf eine Veröffentlichung von Reddy et al. (Reddy S. et al.; Nature Biotechnology; Volume 25 (10); 1159-1164; 2007) zurückgeht, in der über neue nanotechnologisch hergestellte Partikel und deren möglichen Einsatz als Wirkverstärker in Impfstoffen diskutiert wird. Diese könnte zu der Schlussfolgerung geführt haben, dass auch die pandemischen Impfstoffe Nanopartikel enthalten würden. Dies sei aber nach Aussagen des Paul-Ehrlich-Instituts nicht der Fall. Die in den pandemischen Impfstoffen verwendeten Wirkverstärker seien gut charakterisiert und würden zum Teil schon seit Jahren in Impfstoffen verwendet werden.
Aus den Ausführungen wird deutlich, dass kein Zusammenhang zwischen den in der oben genannten oder anderen Publikationen behandelten Nanopartikeln und den Wirkverstärkern oder anderen Bestandteilen in den pandemischen Impfstoffe besteht.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Gerda Hasselfeldt
|
|
| |
|
| |
Alle hier aufgeführten Fragen gingen beim Internetportal www.abgeordnetenwatch.de ein.
Nur diese Anfragen werden veröffentlicht.
|
|
|