Gerda Hasselfeldt Eine starke Frau in Berlin Bundestagswahl 2005
07. Februar 2012
 
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22.02.2010

Frage von Eberhard Graben aus Alling,
meine Antwort


Sehr geehrte Frau Hasselfeldt,

mein Arzt (Kardiologe) hat mir das  verschreibungspflichtige Medikament "Strodival mr"  verschrieben. Bei Durchsicht des Beipackzettel stelle ich fest, das der Wirkstoff "Strophanthin" in sog. Weichkapseln enthalten ist, um weitgehenst sicherzustellen,  dass sich das Medikament erst im Dünndarm auflöst. Die Weichkapseln bestehen lt. Beipackzettel  aus Hypromellosephthalat und Dibuthylphthalat. Diese Stoffe werden als sehr bedenklich, vermutlich sogar als Krebserzeugend angesehen. Nun meine Frage:
"Was haben solche Stoffe in Medikamente zu suchen? Kann ich bedenkenlos dieses Medikament über längere Zeit überhaupt einnehmen?
Ich habe diese Fragen an das Bundesgesundheitsamt gerichtet und wurde darauf hingewiesen, dass das Amt hierfür nicht zuständig ist. Es wurde empfohlen, die Anfrage an das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation in Köln zu richten. Aber auch hier konnte mir niemand eine geeignete Antwort geben. Die Herstellerfirma  (Meda Pharma GmbH & Co Kg
Benzstr.1  61352 Bad Homburg ) hat auf meine entsprechende Frage trotz Erinnerung  bisher nicht geantwortet.
 Ich hoffe, dass Sie mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen können!

Mit Freundlichen Grüßen aus Bayern

E. Graben

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Sehr geehrter Herr Graben,

vielen Dank für ihre Anfrage. Ihre Sorge um die Nebenwirkungen der im Medikament „Strodival mr“ enthaltenen Stoffe Hypromellosephthalat und Dibuthylphthalat kann ich gut nachvollziehen. Ich habe mich für Sie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach diesen Inhaltsstoffen erkundigt. Das BfArM hat mir folgende Auskunft gegeben:

„Hypromellosephthalat und Dibuthylphthalat werden als Hilfsstoffe in Weichkapseln eingesetzt. Die Gruppe der Phthalate wurden extensiv toxikologisch untersucht. In Langzeituntersuchungen wurden Lebertumore bei Ratten und Mäusen induziert. Weitere Untersuchungen zu den Mechanismen der Tumorbildung zeigten, dass der Effekt (Peroxisomenproliferation) Nagerspezifisch ist. Beim Menschen werden solche Effekte nicht induziert. In weiteren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Phthalate die männliche Fruchtbarkeit von Tieren beeinträchtigen können. Diese Erkenntnisse sind allerdings nicht gesichert. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sind die pharmazeutischen Unternehmer aufgefordert Phthalate als Hilfsstoffe in Arzneimitteln zu ersetzen.“

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit weiterhelfen konnte. Gerne sende ich Ihnen auch eine Kopie des Schreiben des BfArM zu, wenn Sie mir Ihre Adresse mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen,

Gerda Hasselfeldt, MdB

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